Der Bremer Rechtsstudent Mathias Dittmayer hat vor etwa zwei Wochen folgendes Video auf YouTube gepostet. In dem Beitrag beschreibt er bemerkenswert detailiert die Problematik journalistischer Berichterstattung bei einem emotionalen Thema wie dem der so genannten Killerspiele. Noch ausführlicher beschreibt er seinen Standpunkt auf der Webseite stigma-videospiele.de. Beides sehr sehens- und lesenswert. Ich frage mich, wie es dazu kommen konnte, dass das Fernsehen diese Form von Wahrheitsanspruch zu stellen imstande ist. Dies führt uns wieder einmal deutlich vor Augen, dass das eigentliche Problem die mangelnde Medienkompetenz weiter Bereiche unserer Gesellschaft ist.

wow. wollte eigentlich nur kurz reinschauen in das video und bin hängen geblieben. und ich schließe mich deiner beurteilung der situation bezüglich des wahrheitsanspruches von fernsehen vollständig an.
Kommentiert von: martin pichlmair | Freitag, 30. November 2007 um 09:52 Uhr
Von Fronal21 (http://frontal21.zdf.de/) gibt es jetzt eine Stellungnahme zu genau diesem Video: http://frontal21.zdf.de/ZDFde/download/0,6753,7001626,00.pdf
Ist halt wie alles von denen über dieses Thema.
Kommentiert von: queltos | Samstag, 01. Dezember 2007 um 21:53 Uhr
Empirischen Untersuchungen zufolge geht die Hinwendung zu partizipativen Medien (zu denen ich Computerspiele zähle) in erster Linie auf Kosten des Fernsehkonsums. Insoferne ist es natürlich nicht verwunderlich, dass gerade dieses Medium sich am heftigsten gegen die weitere Entwicklung partizipativer Medien wehrt. Nun ist es aber so, dass der Paradigmenwechsel im Medienkonsum eigentlich genau das Gegenteil zur Folge hat als hier oberflächlich behauptet wird. Eine "Verwahrlosung" kann ja nur im passiven Konsum und nicht in der aktiven Partizipation eintreten. Ich empfinde es gleichzeitig interessant und ironisch, dass die Fernsehleute deratig in ihrer Welt des klassischen, uni-direktionalen "Qualitäts"-journalismus gefangen sind, dass die diese Tatsache nicht einmal erkennen können.
Kommentiert von: Michael Wagner | Montag, 03. Dezember 2007 um 23:51 Uhr
GameStar.de - eine der grössten Spieleplattformen in Deutschland - hat ein Online-Special zum Thema unter dem Titel "Dittmayer vs. Frontal21" veröffentlicht. Unter anderem findet sich da auch ein Interview (http://www.gamestar.de/index.cfm?pid=37&pk=1476007) mit Matthias Dittmayer.
Für Interessierte:
http://www.gamestar.de/magazin/special/pc/spiele/dittmayer_vs_frontal21/1475981/dittmayer_vs_frontal21.html
Auf dem selben Portal gibt es zudem einen ausfühlichen Special zur "Killerspiel"-Debatte in Deutschland: http://www.gamestar.de/aktuell/special/emsdetten/
Schön zu sehen, dass diese Thematik auch auf einem akademischen Blog Beachtung findet.
Kommentiert von: Urs Langenegger | Mittwoch, 05. Dezember 2007 um 19:30 Uhr