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Freitag, 23. Mai 2008

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Folgende Weblogs beziehen sich auf Zum Versuch der wissenschaftlichen Demontage Kaminskis:

Kommentare

na dann kann ich mich ja auf was gefasst machen, wenn der band aus dem kontext des von der BUPP organisierten wiener spieletages im rathaus erscheint. dort drin ist ein artikel von mir, den ich als "randwissenschaftlich" bezeichnen würde, der aber mit wesentlichen neuen studien (zb. grand theft childhood) im wesentlichen auf einer welle schwimmt. dennoch ist der artikel sehr persönlich und hat eher den charakter eines wissenschaftlichen editorials als den einer "qualitativ hochwertigen" publikation.

gleichzeitig finde ich, dass für diese art von text in unserer "wissenschaftlichen" publiakationskultur viel zu wenig platz ist. diese pseudo-objektive halbwissenschaftliche dünnbrettbohrerei, die man dann oft unter dem titel "wissenschaftliche studie" findet, die sich hinter ihrem 5%-konfidenzintervall versteckt und dabei genau gar nichts wesentliches aussagen kann, die hängt mir schon so sehr zum hals heraus, ich kann es gar nicht sagen.

ps: das unterstelle ich jetzt aber keinem der im artikel angesprochenen, nur damit hier niemand beleidigt ist).

pps: eine dekonstruktion dieser vorgehensweise bildet konsequenterweise auch den analytischen kern meines artikels in dem buch.

Meiner Meinung nach ist dein Artikel in dem Buch ("Faszination Computerspielen", herausgegeben von Mitgutsch und Rosenstingl und gerade erst erschienen) absolut großartig!

Ich erlaube mir, deinen Begriff "statistische Dünnbrettbohrerei" in meinen akademischen Wortschatz aufzunehmen. :)

P.S. in den nächsten Tagen werden wir hier über das Buch einen Beitrag posten.

danke für die blumen.

...jaja, die "nächsten tage", die dauern oft wochen... ich kenn das ... :)

:) Zu meiner Verteidigung: es war für Juni eine Buchpräsentation geplant. Die hat sich aber auf September verschoben.

Sehr spannender Beitrag. Ich habe das besagte Buch und die Diskussion mitverfolgt. Bezüglich der Medienwirkung sind die Lager wirklich gespalten. Dabei ist es doch nicht eine Entweder-oder-Entscheidung. Die Wirkung der Medien ist derart komplex, dass monokausale Theorien der Sorte "gewalhaltige Spiele machen dumm und aggressiv", "Computerspiele haben keinen negativen Einfluss" zum scheitern verurteilt sind. Obwohl das jeder weiß, wird doch recht oft (in den Medien) der Eindruck eines derart einfachen kausalen Zusammenhangs erweckt. Zum Glück sind Computerspiele nun offiziell Kultur und immer mehr Berichte schauen etwas gründlicher auf dieses Phänomen. Es dauert nicht mehr allzulange, da haben monokausale Ansätze keine Chance mehr, derart plump verbreitet zu werden. Die Konsumenten wissen es dann nämlich besser. Hoffe ich zumindest ;)

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