Wie schon mehrmals berichtet haben wir im vergangenen Schuljahr im Auftrag des Unterrichtsministeriums Commercial Off-The-Shelf (COTS) Games auf ihren Einsatz im Unterricht an österreichischen Schulen getestet. Nach einer umfangreichen Evaluierungsphase liegen nun die Ergebnisse vor. Für mich vielleicht am interessantesten ist die Tatsache, dass sich die Schüler und Schülerinnen in zwei Gruppen zu teilen scheinen. 80% der Schüler und Schülerinnen befanden die Verwendung von Computerspielen für positiv. Dabei handelt es sich zum einen um jene Schüler und Schülerinnen für die Computerspiele auch in der Freizeit von besonderem Interesse sind und zum anderen auch genau um jene, die von dieser Unterrichtsmethode am meisten profitierten. Es zeigte sich also ein Partizipation Gap wie er auch von Henry Jenkins beschrieben wurde im Verhältnis von 80/20.
Konstantin Mitgutsch hat die Hauptergebnisse der Evaluierung in folgenden 12 Thesen zusammengefasst.
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Bei einer Veranstaltung des „Sir Peter Ustinov Institutes zur Erforschung und Bekämpfung von Vorurteilen“ (www.ustinov.at) Ende März war ich eingeladen, einen kleinen Vortrag zum Thema „Computerspiele und Vorurteile“ zu halten. Da ich bislang weder theoretisch noch praktisch pädagogische Schwerpunkte zum Problem der „Vorurteile“ gesetzt hatte, war es eine sehr interessante Aufgabe, mich hier einzuarbeiten und das vorhandene Wissen und die Erfahrungen darauf fokussiert zusammenzufassen. Mein Zugang war – speziell auch angesichts der Zielgruppe von PädagogInnen und TherapeutInnen bei der Veranstaltung – vom Ziel geleitet, zunächst einmal ein grundlegendes Verständnis für Computerspiele und deren Faszinationskraft zu schaffen. Darauf aufbauend habe ich dann versucht, drei zentrale Aussagen zu vermitteln:
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Bei den Diskussionen der letzten Monate rund um die Frage der „Gefährdung durch Computerspiele“ ist auf Seiten der Verbots-Verfechter immer wieder der Name Manfred Spitzer aufgetaucht. Kein Unbekannter in der Medienwirkungs-Diskussion generell und als (populär-)wissenschaftlicher Autor recht produktiv (Amazon listet über 20 verschiedene Titel unter seinem Namen, im Psyndex gibt es 63 Treffer, mit einem Schwerpunkt im Bereich der Psychopathologie und Schizophrenie). Ich habe mich nun mal aufgerafft und eines seiner letzten Bücher, das im Zusammenhang mit der og. Diskussion immer wieder genannt wird, zu lesen: Spitzer, Manfred (2006): Vorsicht Bildschirm!. Elektronische Medien, Gehirnentwicklung, Gesundheit und Gesellschaft. München: dtv
Hier ein paar Gedanken dazu:
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